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Nach dem Wohnungseigentumsgesetz ist jeder Wohnungseigent├╝mer berechtigt, ohne Zustimmung der anderen Wohnungseigent├╝mer die Ma├čnahmen zu treffen, die zur Abwendung eines dem gemeinschaftlichen Eigentum unmittelbar drohenden Schadens notwendig sind. Die entstandenen Kosten kann er von den ├╝brigen Wohnungseigent├╝mern zur├╝ckverlangen.

In einem Fall aus der Praxis hatte eine Wohnungsanlage einen erheblichen Sanierungsstau, als die Souterrainwohnung gekauft wurde. Auf der Eigent├╝merversammlung beschlossen die Wohnungseigent├╝mer mehrheitlich einen von einem Architektenb├╝ro vorgelegten Plan zur Sanierung der Anlage, jedoch mit einer Modifikation. Die dort vorgesehene Sanierung der Kellersohle sollte zun├Ąchst zur├╝ckgestellt werden. Es sollte abgewartet werden, ob die Durchfeuchtung der Kellerw├Ąnde auch ohne diese Ma├čnahme zu beheben sei. Der K├Ąufer der Souterrainwohnung lie├č die Kellersohle seiner Wohnung nach dem Erwerb mit einem Kostenaufwand von ca. 14.000 ÔéČ sanieren. Er verlangte Ersatz, was die Wohnungseigent├╝mer auf ihrer Versammlung ablehnten.

Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 25.9.2015 besteht hier kein Anspruch auf Erstattung der Kosten. Die Wohnungseigent├╝mer haben sich mit dem Sanierungsbedarf befasst und beschlossen, die Sohle zun├Ąchst nicht zu sanieren, sondern abzuwarten, ob sich die Feuchtigkeitserscheinungen auch ohne eine solche Ma├čnahme zur├╝ckbilden. Der Eigent├╝mer hat eine ├änderung dieses Beschlusses mit Blick auf die fortdauernde Feuchtigkeit der Sohle nicht herbeigef├╝hrt.

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