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Gewinnrealisierung von Abschlagszahlungen

Mit Urteil vom 14.5.2014 ver├Âffentlichte der Bundesfinanzhof (BFH) seine Entscheidung ├╝ber den Entstehungszeitpunkt der Gewinnrealisierung bei Abschlagszahlungen nach der Honorarordnung f├╝r Architekten- und Ingenieurleistungen (HOAI). Er entschied entgegen seiner bisherigen Rechtsprechung, dass erhaltene Anzahlungen f├╝r einzelne Leistungsphasen der HOAI, f├╝r die eine nachpr├╝fbare Rechnung vorliegt, „endg├╝ltig verdient“ sind. Somit ist eine Bilanzierung einer teilfertigen Arbeit f├╝r einzelne abgeschlossene Leistungsphasen der HOAI nicht mehr m├Âglich.

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) teilt die Auffassung des BFH. In seinem Schrei┬şben vom 13.5.2015 an die Bundesarchitektenkammer hat es eine ├ťbergangsfrist f├╝r die Anwendung einger├Ąumt. Die Entscheidung ist erst ab dem Wirtschaftsjahr 2015 und damit nicht r├╝ckwirkend anzuwenden. Nach den Grunds├Ątzen der Entscheidung kann der im Jahr 2015 entstandene Gewinn zudem gleichm├Ą├čig auf 2015 und 2016 oder auf 2015, 2016 und 2017 verteilt werden.

Anmerkung: Das BMF f├╝hrte in seinem Schreiben weiter aus, dass diese Regelung neben Abschlagszahlungen auf Grundlage der HOAI auch auf alle Abschlagszahlungen nach dem B├╝rgerlichen Gesetzbuch anzuwenden ist. Demnach w├Ąren alle bilanzierenden Unternehmen, die Abschlagszahlungen in Rechnung stellen, von dieser Regelung betroffen. Mit Schreiben vom 15.3.2016 wird diese Auffassung wieder verworfen. Die Anwendung der Grunds├Ątze des BFH-Urteils wird auf Abschlagszahlungen nach ┬ž 8 Absatz 2 HOAI a. F. begrenzt. ┬ž 8 Absatz 2 HOAI a. F. gilt f├╝r Leistungen, die bis zum 17.8.2009 vertraglich vereinbart wurden.

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